Wie verläuft das Bebauungsplan-Verfahren und wie werden darin meine Interessen als Bürger gewahrt?

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Wie verläuft das Bebauungsplan-Verfahren und wie werden darin meine Interessen als Bürger gewahrt?

Das Bebauungsplan-Verfahren ist ein umfangreiches, vielschichtiges und ergebnisoffenes Verfahren, das in Deutschland die Art und Weise der möglichen Bebauung von Grundstücken regelt. Auf der Webseite der Stadt Lehrte finden Sie weitere Informationen über ein Bebauungsplan-Verfahren und ein Ablaufschema, um die einzelnen Verfahrensschritte besser nachvollziehen zu können: http://www.lehrte.de/Bauen-Umwelt-Verkehr/Stadtplanung/Bauleitplanung.aspx.

Planungshoheit hat hierbei die Stadt Lehrte. Natürlich entstehen in einem so großen Verfahren auch Interessenskonflikte. Diese werden sehr sorgfältig in den vielen Verfahrensschritten behandelt und mit den Beteiligten unter Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen und vertiefenden Untersuchungen sowie der regionalen Bedürfnisse abgearbeitet. Am Ende des Prozesses müssen die Verantwortlichen der Stadt Lehrte die Ergebnisse abwägen. Keine leichte Entscheidung, wenn vielschichtige Perspektiven zu berücksichtigen sind. Auch in diesem Verfahren waren viele Aufgabenstellungen zu lösen. Dazu gehören die Bereiche Verkehr, Lärm und Umwelt sowie vor allem die Sorgen der Anwohner, die eine unmittelbare Veränderung ihrer Lebensbedingungen befürchten.

Das Verfahren, in dem die betroffenen Bürger seit Juni 2016 mitwirken konnten, hat diese Punkte behandelt. Im Ergebnis konnten viele Lösungen erreicht werden:

  • Es wurden umfangreiche Kompensationsmaßnahmen vereinbart, die wertvolle Projekte ergänzen und fördern, z.B. die natur- und kulturhistorische Bildungsstätte Naturfreundehaus Grafhorn. Auch wurden die Hinweise und Anregungen aus den Stellungnahmen aufgenommen, geprüft und oftmals berücksichtigt.
  • Die Gebäude und Zufahrtswege wurden gemeinsam so optimiert, dass sie kaum Einfluss auf das Umfeld haben. So wurde eine direkte Anbindung zur Westtangente und ein Linksabbieger für die Autobahnanschlussstelle geschaffen, der Zugangsweg ins Gewerbegebiet herausgenommen und das Gebäude mit den Toren zur wohnabgewandten Seite positioniert.
  • Es wurden Lösungen für die Reduktion der Lärmbelastung gefunden, die bestehende Probleme bei den Wohngebäuden mit Belastungsspitzen lösen. Es wurde der Wunsch nach einer Gesamtlärmbetrachtung entsprochen, sodass durch eine entsprechende schalltechnische Untersuchung eines weiteren Gutachterbüros bestätigt wurde, dass keine schädlichen Auswirkungen durch das Bauvorhaben zu befürchten sind. Es wurde aber auch bestätigt, dass die Lärmbelastung in Aligse hoch ist. Abgesehen von der Lärmsanierung, die bei stark belasteten Immissionsorten (Häuser, die sehr nah an der Straße liegen) Abhilfe schaffen kann, müssen solche Themen losgelöst von diesem Bauvorhaben in der Lärmaktionsplanung behandelt werden, um Maßnahmen zu erarbeiten und Verbesserungen zu erreichen.

Das alles ist der Verdienst der Mitwirkung und Diskussion aller Beteiligten – nur durch gemeinsame Arbeit können die Aufgabenstellungen zufriedenstellend gelöst werden.

2019-04-01T14:44:00+00:00