ALDI 2019-06-27T12:10:56+00:00

Neubau eines Logistikzentrums in Lehrte-Aligse

Die ALDI GmbH & Co. KG in Lehrte-Sievershausen ist eine von insgesamt 32 ALDI Nord Regionalgesellschaften. Durch ihr Logistikzentrum werden täglich 80 ALDI Nord Filialen im Bereich entlang der A 2 von Hannover bis Wolfsburg versorgt. Mit 1.248 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die ALDI Nord Regionalgesellschaft Lehrte-Sievershausen ein wichtiger und krisensicherer Arbeitgeber in der Region.

Die Unternehmensgruppe ALDI Nord befindet sich auf einem Modernisierungskurs. Neben der Modernisierung des gesamten Filialnetzes beinhaltet dies auch den Bereich der Logistik.

Das seit 1972 bestehende Logistikzentrum in Lehrte-Sievershausen erfüllt nicht mehr die heutigen Anforderungen an ein modernes Warenlager. Da im direkten Umfeld von Sievershausen keine ausreichenden Erweiterungsflächen vorhanden sind, haben wir uns mit der Stadt Lehrte um einen Alternativstandort bemüht. Dabei war es uns wichtig, im Raum Lehrte zu bleiben, da die meisten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der direkten Umgebung wohnen und eng mit der Region verbunden sind. Unter Einbeziehung der gültigen Flächennutzungspläne und des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes der Stadt Lehrte wurde die Fläche neben dem Gewerbegebiet Lehrte-Aligse identifiziert. Hier planen wir den Bau eines neuen, modernen Logistikzentrums, um weiterhin die Region als Nahversorger bereichern zu können und ein guter und zuverlässiger Arbeitgeber vor Ort zu bleiben.

Wir laden Sie an dieser Stelle ein, unser Bauvorhaben näher kennenzulernen. Auf dieser Seite können Sie sich über alle relevanten Themen sowie den aktuellen Stand informieren.

Falls Sie Fragen haben, stellen Sie uns diese: aldi-nord-aligse@aldi-imv.de

Daten & Fakten

Standort

Geplanter Standort: Lehrte-Aligse (Niedersachsen); westlich im Anschluss an das Gewerbegebiet „Lehrte-Nord 3“ mit direktem Anschluss über die Westtangente.

Gebäudefläche

42.500 m² – potenziell wäre langfristig eine Erweiterung um maximal
22.000 m² möglich.

Erstellte Gutachten

✓Landschaftsplanerischer Fachbeitrag (Ausgleichsmaßnahmen, Artenschutz)
✓Verkehrstechnische Untersuchungen
✓Wasserwirtschaftlicher Fachbeitrag
✓Schalltechnische Untersuchungen
✓Gutachten Gesamtlärmbetrachtung
✓Baugrundgutachten

Grundstücksgröße

Circa 17 Hektar, davon circa 12 Hektar als Fläche für Gebäude und Außenanlagen
ausgewiesen.

Arbeitsplätze am Standort

200

Entwürfe & Impressionen

Klicken Sie sich durch die Bildergalerie

Belange der Bürgerinitiative

An dieser Stelle nehmen wir zu Belangen der „Bürgerinitiatvie für Aligse“ Stellung

>> ALDI bekennt sich zum Standort

Stimmt es, dass ALDI nicht lange am neuen Standort bleiben wird?

NEIN, DAS STIMMT NICHT! Korrekt ist: Bei einem so großen Bauvorhaben wie diesem planen wir langfristig. Angesichts der hohen Investitionskosten am Standort ist das nicht nur naheliegend, sondern aus der wirtschaftlichen Betrachtung heraus unbedingt not-wendig. Auch deswegen planen wir schon jetzt mit einer möglichen Erweiterung um ca. 22.000 Quadratmeter. Eine Erweiterung, die an unserem aktuellen Standort, an dem wir seit nun fast 50 Jahren sind, leider nicht möglich ist. Um es klar zu sagen: Geht es nach unseren Plänen, möchten wir am neuen Standort in Aligse mindestens genauso lange bleiben wie in Sievershausen.

Stimmt es, dass ALDI keine alternativen Flächen für den Standort geprüft hat?

NEIN, DAS STIMMT NICHT! Korrekt ist: Wir und auch die Stadt Lehrte haben eine um-fangreiche Standortanalyse durchgeführt. Zum einen wurde unter anderem die Mög-lichkeit betrachtet, den Standort in Sievershausen zu erhalten und zu erweitern, was angesichts fehlender ausreichender Flächen leider nicht möglich ist. Zum anderen wurde ein Standort am Tönjeskamp geprüft. Dieses Gebiet soll jedoch nach dem Stadtentwicklungskonzept der Stadt Lehrte aus dem Jahr 2015 künftig für Industrie-ansiedlungen entwickelt werden, die ein größeres Maß an Lärmemissionen als ALDI verursachen.
Auch das Gewerbegebiet Sievershausen West wurde geprüft, das über gute Ver-kehrsanbindungen verfügt. Allerdings liegt es an einem Landschaftsschutzgebiet, weshalb es bereits 2007 im Flächennutzungsplan nicht mehr als Gewerbegebiet aus-gewiesen war und auf absehbare Zeit nicht zur Verfügung stehen wird.
Zudem wurden Flächen in Ahlten gesichtet. Auf Grund von Freileitungen ist eine Ent-wicklung als Logistikfläche an diesem Standort aber nicht möglich.
Aus diesen Gründen haben wir uns gemeinsam mit der Stadt für das Gebiet Lehrte Nord 3 (Aligse) entschieden. Dieses Gebiet wird als einziges den Gesamtanforderun-gen gerecht (vgl. B-Plan Begründung S. 9): https://sessionnet.krz.de/lehrte/bi/ vo0050.asp?__kvonr=5177

>> ALDI bleibt wichtiger regionaler Arbeitgeber

Stimmt es, dass das neue Lager ein EDV-Lager wird, das ohne Mitarbeiter auskommt?

NEIN, DAS STIMMT NICHT! Korrekt ist: Im Lager kommissionieren unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Ware überwiegend „von Hand“. Eine Änderung dieser Ar-beitsweise ist nicht geplant. Die einzige relevante Technik besteht aus Flurförderfahr-zeugen zum Transport schwerer Palettenware. Hinzu kommt: Da der bisherige und der künftige Standort nicht weit voneinander entfernt liegen, können grundsätzlich alle Mitarbeiter aus dem Lager und der Verwaltung problemlos ans neue Logistikzent-rum wechseln. Aktuell beschäftigen wir an unserem Standort in Sievershausen 213 Mitarbeiter (Stand 31.03.2019) im Lager und der Verwaltung.

Stimmt es, dass ALDI im Ausland Lkw-Fahrer rekrutiert und im wöchentlichen Wechsel per Bus anreisen lässt, mit dem Ziel, Steuern und Abgaben zu sparen?

NEIN, DAS STIMMT NICHT! Korrekt ist: Alle Mitarbeiter – somit auch die unseres Fuhrparks – sind bei der ALDI GmbH & Co. KG mit Sitz in Lehrte angestellt. Viele Kollegen wohnen auch in der Region. Wir arbeiten grundsätzlich nicht mit Zeitarbeitsfirmen zu-sammen. Auch die Logistik lagern wir nicht durch externe Speditionen aus, sondern wir unterhalten einen eigenen Fuhrpark. ALDI bezahlt seine Mitarbeiter übertariflich und bietet ihnen Sonderleistungen wie vermögenswirksame Leistungen, Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und Fahrtkostenzuschüsse.

>> Bürgerbeteiligung

Stimmt es, dass ALDI seine Pläne bewusst intransparent hält?

NEIN, DAS STIMMT NICHT! Korrekt ist: Im B-Plan Entwurf wurde immer eine Maximal-planung als Grundlage der Prüfung verwendet. Diese finden sie unter folgendem Link: https://sessionnet.krz.de/lehrte/bi/vo0050.asp?__kvonr=5177
Die erste Baustufe umfasst etwa 42.500 Quadratmeter für die Lagerhalle und den Verwaltungstrakt. Das Gelände verfügt über ein Erweiterungspotenzial von ca. 22.000 Quadratmetern. Die Grundzüge der Planung zeigen die Animationen auf die-ser Website. Außerdem sind sie unter folgendem Link abrufbar (Begründung S. 12): https://sessionnet.krz.de/lehrte/bi/vo0050.asp?__kvonr=5177

Stimmt es, dass den Bürgern keine ausreichenden Informationen zur Verfügung gestellt wurden?

NEIN, DAS STIMMT NICHT! Korrekt ist: Das Verfahren gab den Bürgern die Möglichkeit, an diesem durch Stellungnahmen und der Teilnahme an Fachausschüssen und Rats-sitzungen aktiv mitzuwirken. Seit 2016 gab es vier Öffentlichkeitsbeteiligungen. In-nerhalb jeder Öffentlichkeitsbeteiligung hatten die Anwohner die Möglichkeit zur Ein-sicht in den Bebauungsplanentwurf mit allen dazugehörigen Dokumenten (bspw. Gutachten und Begründung) und zu diesem Stellungnahmen abzugeben. Auf Grund-lage der Stellungnahmen flossen nach jedem Beteiligungsschritt Änderungen in den Bebauungsplanentwurf ein.

>> Entwicklungspotenziale in Aligse

Stimmt es, dass nach dem Bau des Logistikzentrums keine weitere Gewerbeansiedlung in Aligse möglich wäre?

NEIN, DAS STIMMT NICHT! Korrekt ist: Die verbleibenden Flächen des Gewerbegebiets Nord können sehr wohl entwickelt werden. Dies wurde bei der Festlegung der Lärm-kontingente ebenso berücksichtigt wie bei der Planung der verkehrlichen Anbindung.

Stimmt es, dass nach dem Bau des Logistikzentrums keine Wohnbauentwicklung auf der jetzigen PKW Lagerfläche (süd-westlich von Aligse) mehr möglich ist?

NEIN, DAS STIMMT NICHT! Korrekt ist: Das Gebiet könnte nach wie vor entsprechend entwickelt werden. Es müssten hierfür Schallschutzmaßnahmen ergriffen werden, bspw. ein Lärmschutzwall, wie er bereits in vielen Neubaugebieten verwendet wird.

>> Gewerbegebiet oder Industriegebiet?

Stimmt es, dass im Planverfahren von einem Gewerbegebiet die Rede ist, obwohl es sich um ein Industriegebiet handelt?

Ja, das stimmt. Mit der Bezeichnung wird die Lage des Plangebiets im Zusammen-hang mit dem bereits vorhandenen Gewerbegebiet verdeutlich und so sichergestellt, dass jeder weiß, von welchem Standort gesprochen wird. Dies ändert aber nichts daran, welcher Lärm maximal in Aligse ankommen darf. Jeder Anwohner in einem Wohngebiet hat einen Schutzanspruch. Dies bedeutet, dass in Hinsicht auf den Lärm, der in einem Wohngebiet ankommen darf, die Richtwerte der TA-Lärm einzuhalten sind, um den Schutzanspruch zu gewährleisten. Dies gilt unabhängig davon, ob der Lärm in einem Gewerbe- oder einem Industriegebiet verursacht wird. Der Bebau-ungsplan setzt insofern auch Emissionskontingente fest, welche die Lärmerzeugung einschränken und damit den Schutz der Anwohner gewährleisten. Der Name des Bebauungsplanes hat somit nur einen rein geographischen Hintergrund.

>> Größe des Logistikzentrums

Stimmt es, dass mit dem Bau des neuen Logistikzentrums in Aligse 200.000 Quadratmeter Fläche versiegelt würden?

NEIN, DAS STIMMT NICHT! Korrekt ist: Wir beabsichtigen 167.000 Quadratmeter Land zu erwerben. Davon sind nur rund 120.000 Quadratmeter – also knapp 70 Prozent der Gesamtfläche – für Gebäude und Außenanlagen (Parkplätze, Verkehrswege u.Ä.) vorgesehen. Nur dieser Anteil der Fläche wird auch baubedingt versiegelt. Das sind in Summe also etwa 80.000 Quadratmeter weniger als behauptet, was einer Fläche von knapp 16 Fußballfeldern entspricht. Die Planung ist unter folgendem Link zu sehen: https://sessionnet.krz.de/lehrte/bi/vo0050.asp?__kvonr=5177

>> Lärmaufkommen

Stimmt es, dass es durch das neue Logistikzentrum deutlich lauter werden wird?

NEIN, DAS STIMMT NICHT! Korrekt ist: Alle eingeholten Schallgutachten haben ergeben, dass etwaige Lärmpegelerhöhungen gering und unter normalen Umständen nicht hörbar sind. Zuletzt wurde dies durch ein zusätzliches Gutachten zum Gesamtlärm noch einmal bestätigt.

Zum Hintergrund: Durch Anregungen der Bürgerbeteiligung und einer aktuellen Rechtsprechung, die eine gemeinsame Betrachtung von Verkehrs- und Gewerbelärm ermöglicht, wurde eine sogenannte Gesamtlärmbetrachtung durchgeführt. Im Er-gebnis bestätigen die Berechnungen zum Gesamtlärm die Ergebnisse zur Untersuchung der Verkehrslärmfernwirkung (Auswirkungen des Vorhabenverkehrs auf das Umfeld) und zeigen keine zusätzlichen Betroffenheiten auf. Die Untersuchung wurde von einem regionalen, fachkundigen Schallgutachter vorgenommen. Damit kamen wir den Wünschen einiger Bürger nach einer weiteren unabhängigen Untersuchung durch einen bisher nicht beteiligten Gutachter nach.

Das Ergebnis: Die Mehrbelastung durch den Gewerbelärm und den planbedingten Verkehrslärm führen unter Berücksichtigung der komplexen Lärmsituation in Aligse, sowie unter Berücksichtigung der ergriffenen aktiven und passiven Schallschutzmaßnahmen nicht zu Pegelerhöhungen, die ein Planungshindernis darstellen. Zu diesen Schallschutzmaßnahmen zählen zum einen Maßnahmen, die wir auf unserem eige-nen Gelände ergreifen (bspw. elektrische statt generatorbetriebene Kühlung der LKW, schallgedämpfte Laderampen) und zum anderen der zugesicherte Schallschutz für die bereits jetzt von Lärm stark betroffenen Anwohner, der es für die Anwohner leiser machen wird, als es aktuell ist. Dies machen wir, obwohl die Pegelerhöhungen zum Teil so gering sind, dass nicht einmal modernste Messinstrumente sie sicher aufzeichnen könnten. Es handelt sich hier häufig um rein rechnerische Größen (vgl. Begründung S. 45-48): https://sessionnet.krz.de/lehrte/bi/vo0050.asp?__kvonr=5177

>> Lichtverschmutzung

Stimmt es, dass es durch das neue Logistikzentrum in den Aligser Wohngebieten nachts deutlich heller sein wird?

Nein, das stimmt nicht. Korrekt ist: Das neue Logistikzentrum soll nach den modernsten Vorgaben der Lichttechnik errichtet werden. Wir berücksichtigen die umweltrelevanten Aspekte, indem wir statt kalt-weißem Licht warm-weißes Licht einsetzen, was die Anziehungskraft auf Insekten verringert. Die Abstrahlung soll auf die Betriebsfläche ausgerichtet sein. Sogenannte Lichtemissionen auf die Umgebung werden dadurch eingeschränkt beziehungsweise auf das Nötigste reduziert (vgl. Begründung S. 48): https://sessionnet.krz.de/lehrte/bi/vo0050.asp?__kvonr=5177

>> Nachtbetrieb im Lager

Stimmt es, dass auf der Fläche künftig ein ganzjähriger Rund-um-die-Uhr-Betrieb möglich ist?

Ja, das stimmt. Theoretisch ist es denkbar, einen Betrieb rund um die Uhr zu führen. Jedoch gelten für den ALDI-Betrieb strenge Vorschriften mit Blick auf die Lärmkon-tingente in der Nacht. Ein Nachtbetrieb ist daher nur mit einer deutlich niedrigeren In-tensität als am Tage möglich.

In der Praxis gestaltet sich der Nachtbetrieb zur Zeit wie folgt: Unsere LKW Fahrer beginnen um 3 Uhr morgens. Dies ist notwendig, da wir sichergehen müssen, dass das frische Obst und Gemüse bis 6 Uhr in unseren Märkten ist. Be- und Entladen werden die LKW über schallhemmende Laderampen und auch die Kühlaggregate werden von einer externen Stromquelle und nicht von Dieselgenerato-ren versorgt. Aktuell sind dies die einzigen planmäßigen Verkehre in der Nachtzeit. Arbeiten während der Nachtzeit sind für Mitarbeiter und Unternehmen mit zusätzlichen Belastungen verbunden. Aus diesem Grund werden die Arbeiten in der Nacht auf das Notwendigste reduziert. Eine weitere sensible Zeit stellt der Sonntag dar, an dem aktuell nur Obst und Gemüse, Fleisch und Backwaren bei uns angeliefert und an die Märkte verteilt werden. Hier werden während der Tagzeit in Sievershausen ca. 40 LKW über den Tag verteilt abgewickelt.

Insgesamt können wir aktuell den Schall in der Nacht so reduzieren, dass wir deutlich unterhalb der rechtlichen Vorgaben der TA-Lärm liegen.

>> Naturschutz

Stimmt es, dass die Belange des Naturschutzes im Rahmen der Planung nicht ausreichend berücksichtigt worden sind?

Nein, das stimmt nicht: Korrekt ist: Fachbiologen haben das Umfeld begutachtet. So konnte die Anwesenheit bestimmter besonders schützenswerter Arten (z.B. Feldhamster, Rotmilan, Rebhuhn) geprüft werden. Die Untersuchung ergab, dass es keine artenschutzrechtlichen Bedenken gibt. Das Rebhuhn konnte zwar auf dieser Fläche als potenzieller Nahrungsgast nicht ausgeschlossen werden, die dauerhafte Ansiedlung auf der Fläche ist nach den Gutachten aber nicht zu erwarten. Auch von einer Einschränkung der Futtersuche für das Rebhuhn als potenziellen Nahrungsgast ist demnach nicht auszugehen, da im Umfeld genug Alternativen vorhanden sind. Bei Baubeginn wird ein Fachbiologe die Flächen nochmals prüfen. Zudem werden Rodungsarbeiten mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt (vgl. Begründung S. 67): https://sessionnet.krz.de/lehrte/bi/vo0050.asp?kvonr=5177

>> Verkehrsaufkommen

Stimmt es, dass es künftig deutlich mehr Verkehr in Aligse geben wird?

NEIN, DAS STIMMT NICHT! Die aufgrund der allgemeinen Planung zu erwartenden Erhöhung des Verkehrsaufkommens in der Ortsdurchfahrt Aligse ist mit ca. 200 Fahrten/Tag prognostiziert (50 LKW und 150 PKW). Dies entspricht bei aktuell 12.700 Ortsdurchfahrten täglich einer Verkehrssteigerung von ca. 1%. Für die Nutzung durch ALDI ist ein deutlich niedrigeres Verkehrsaufkommen zu erwarten (ca. 35 – 40 LKW Fahrten/Tag). Die Verkehrsflüsse werden durch diese geringen Zuwächse kaum eine Veränderung des Status Quo bewirken. Für eine erhöhte Unfallgefahr sind andere Einflüsse relevanter – insbesondere das Verhalten eines jeden einzelnen Verkehrsteilnehmers.

Die anderen Ortschaften werden in einem noch geringeren Umfang von den Verkehren des Logistikzentrums betroffen sein, da dieses über eine direkte Anbindung an die A2 verfügt. Insgesamt wurde zu Zwecken der kritischen Betrachtung des Schallschutzes mit 1.500 Fahrten gerechnet. Hierbei wurde der Lieferverkehr (LKW) aber auch der Verkehr durch die PKW unserer Mitarbeiter berücksichtigt. Unsere tatsächlichen Fahrten sind jedoch aktuell deutlich geringer (<1.000 Fahrten).

Stimmt es, dass es sich um Gefälligkeitsgutachten handelt, da ALDI die Kosten der Gutachten getragen hat?

NEIN, DAS STIMMT NICHT! Korrekt ist: In einem Bauleitplanverfahren ist es üblich, dass die Vorhabenträgerin (in diesem Fall also ALDI) im Rahmen des städtebaulichen Vertrags mit der Kommune die Gutachten beauftragt und auch bezahlt, da die Kosten von ihr verursacht werden. Die Stadt, und somit der Steuerzahler, sollen nicht belastet werden. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die Ergebnisse der Gutachten, da unabhängige, akkreditierte Gutachterbüros beauftragt wurden, die gesetzlich zu Neutralität und Sachlichkeit verpflichtet sind. Auch wurden unterschiedliche Schall-Gutachterbüros zu Rate gezogen.

>> Zahlt ALDI keine Steuern?

Stimmt es, das ALDI die Kosten für den Neubau des Gebäudes so geltend machen kann, dass keine Steuern mehr gezahlt werden müssen?

NEIN, DAS STIMMT NICHT! Korrekt ist: Die ALDI Regionalgesellschaft Sievershausen ist nur Mieterin des Objekts. Bauherrin und Eigentümerin ist die Immobilienverwaltungsgesellschaft der Unternehmensgruppe ALDI Nord, die ALDI Immobilienverwaltung GmbH & Co. KG. Sie kann die Kosten für den Bau des Logistikzentrums in Form von Abschreibungen geltend machen. Für die ALDI Regionalgesellschaft würde sich auch am neuen Standort nichts ändern: Sie bleibt Mieterin und entrichtet weiterhin ihre Steuern.

Neuigkeiten

An dieser Stelle informieren wir Sie über die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem geplanten Logistikzentrum

April 2019 – Verfahrenswechsel in der Diskussion

ALDI und die Stadtverwaltung Lehrte verhandeln auf Wunsch der Politik die Option auf einen Wechsel des Verfahrens hin zu einem sogenannten „vorhabenbezogenen Bebauungsplan“. Das gesamte Planverfahren ruht daher zurzeit. Sobald konkrete Ergebnisse vorliegen, werden wir Sie Sie hierüber informieren.

März 2019 – Neues zu Verfahrensstand, Verkehrsgegengutachten,  Lärmschutz

An dieser Stelle informieren wir Sie zusammenfassend über aktuelle Entwicklungen zu den Themen Verfahrensstand, Verkehrsbelastung und Gesamtlärmbetrachtung.

Verfahrensstand

Ein Bauleitplanverfahren folgt festen Regeln, nach denen wir uns als Antragsteller selbstverständlich und vollumfänglich richten. Die Beteiligung der Öffentlichkeit ist ein zentraler Verfahrensschritt, den wir nach besten Möglichkeiten unterstützen. Wir nehmen die Bedenken und Sorgen der Aligser Bürgerinnen und Bürger sehr ernst. Verfahrenstechnisch befinden wir uns gerade in der Phase zur dritten öffentlichen Auslegung des Bebauungsplanentwurfes Nr. 02/17 „Gewerbegebiet Lehrte Nord 3 – Erweiterung“.

Wenn Sie den nachfolgendendem Link nutzen, finden Sie eine schematische Darstellung eines Bebauungsplanverfahrens mit seinen einzelnen Schritten. https://www.lehrte.de/Portaldata/1/Resources/4_bauen_umwelt_verkehr/dokumente/amt_61/Regelverfahren_Bauleit_aktuell.pdf

In der aktuellen Verfahrensphase haben die interessierten Bürger derzeit wie auch schon mehrfach in der Vergangenheit die Möglichkeit, der Stadt ihre Einwände mitzuteilen. Es besteht für sie also die Chance, noch einmal nachzuvollziehen, ob alle bisher vorgebrachten Bedenken geprüft und ggf. berücksichtigt oder ausgeräumt worden sind. Dafür wurde eine Menge getan. Die farbig markierten Passagen im aktuellen Entwurf des Bebauungsplanes machen die zahlreichen Anpassungen offensichtlich.

Den aktuellen Entwurf des B-Planes und der dazugehörigen Begründung sowie die neuen bzw. überarbeiteten Gutachten können Sie unter dem nachfolgendem Link einsehen: https://sessionnet.krz.de/lehrte/bi/vo0050.asp?__kvonr=5177

Ferner möchten wir zu einigen immer wieder geäußerten Bedenken Stellung nehmen:

Dass bisherige Einwendungen der Bürger dazu geführt haben sollen, dass wir nach der letzten Auslegung im August 2018 alle Entwürfe zurückgezogen hätten, ist nicht korrekt. Im Gegenteil, die Stellungnahmen unterstützen den Planungsprozess, indem berechtigte und noch nicht berücksichtigte Aspekte in die Planung einbezogen werden. Die Stadt Lehrte und die Fachplaner nehmen diese Arbeit sorgfältig und akribisch vor. Im Ergebnis reift ein komplexer Bebauungsplan und kann so seinem Umfeld besser gerecht werden.

  • Der nun angestrebte Beschluss zur Auslegung führt darüber hinaus nicht zu einem finalen Beschluss darüber, ob wir das neue Logistikzentrum bauen dürfen oder nicht. Entschieden wird lediglich, ob der Bebauungsplanentwurf in der überarbeiteten Fassung erneut öffentlich ausgelegt werden soll. Im Anschluss kann der Bürger prüfen, ob seine Einwände Berücksichtigung gefunden haben bzw. ob er weitere Hinweise zum Verfahren geben möchte. Diese werden dann mit den Stellungnahmen der letzten Auslegung erneut geprüft und bearbeitet. Die Stellungnahmen aus der Auslegung vom Sommer 2018 behalten Ihre Gültigkeit. Die Auswertung dieser Stellungnahmen hat Eingang in den jetzt vorliegenden Bebauungsplanentwurf gefunden.
  • Erst, wenn alle relevanten Einwände abgearbeitet und von der Stadt Lehrte für die Abwägung aufbereitet worden sind, wird in einem neuen Verfahrensschritt durch den Rat der Stadt eine Beschlussfassung über den Bebauungsplan erfolgen, die durch die Gremien vorbereitet wird. In diesem Verfahrensabschnitt befinden wir uns noch nicht.

Verkehrsbelastung / Gegengutachten von RegioConsult

Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zur erneuten Auslegung des Planentwurfes wurden mit zahlreichen Stellungnahmen allgemeine Vorbehalte gegen die Inhalte und Ergebnisse der verkehrsplanerischen Untersuchungen geäußert. Die örtliche Bürgerinitiative hat ein Gegengutachten zur Machbarkeitsstudie vorgelegt, das die Erhebungs- und Bearbeitungsmethodik der Studie sowie die ermittelten Prognoseansätzen grundsätzlich in Zweifel zieht. Die Stadt Lehrte hat daraufhin die erwähnte Machbarkeitsstudie kritisch geprüft und kommt – bezogen auf die vorgetragenen Einwände –zu folgenden Ergebnissen:

Zusammenfassend sei festzustellen, dass das Gegengutachten im Wesentlichen zu falschen Schlussfolgerungen kommt, da es auf der fehlerhaften Interpretation der Ausgangsdaten und der Machbarkeitsstudie basiert. Weitere Fehleinschätzungen sind auf mangelnde Kenntnisse der vorhandenen Situation zurückzuführen. Darüber hinaus werden als Rechengrundlage abweichende Ansätze gewählt, die zu unrealistischen Ergebnissen führen.

Weitere Informationen erhalten Sie in der B-Plan-Begründung, Anlage 3, auf Seite 23 – 25, Rubrik „Dokumente“, die Sie online finden unter: https://sessionnet.krz.de/lehrte/bi/vo0050.asp?__kvonr=5177

Gesamtlärmbetrachtung / Prüfung durch die Stadt Lehrte

Nach den Hinweisen aus der Öffentlichkeitsbeteiligung sowie unter anderem aufgrund aktueller Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts Münster (Beschluss vom 26.04.2018, Az.: 7 B 1459/17) musste die Geräuschsituation im Plangebiet und seiner Umgebung während des Planaufstellungsverfahrens einer Gesamtlärmbetrachtung unterzogen werden. Nach dem oben genannten Beschluss ist die nach den einschlägigen lärmtechnischen Regelwerken sonst maßgebliche Sicht, die unterschiedlichen Lärmarten – insbesondere Gewerbelärm und von öffentlichen Straßen ausgehender Verkehrslärm – isoliert zu betrachten, in bestimmten Fällen nicht mehr zulässig. Etwa dann, wenn sich im konkreten Planungsfall die Frage stellt, ob die Lärmschwelle zur potenziellen Gesundheitsgefährdung von mehr als 70 dB(A) am Tag beziehungsweise 60 dB(A) bei Nacht überschritten werden könnte.

Vielmehr muss nun eine sogenannte kumulative Betrachtungsweise der verschiedenen Schallarten angewendet werden. Deswegen wurden die schalltechnischen Untersuchungen um ein Gutachten zum Gesamtlärm ergänzt, das auf Anregung aus der Öffentlichkeitsbeteiligung von einem anderen Fachbüro erstellt wurde. Dieses kommt zusammenfassend auf folgende Ergebnisse:

  • Die in der Öffentlichkeitsbeteiligung vorgetragenen Bedenken gegen die zusätzlich erwartete Lärmbelastung konnten entkräftet werden. Die Mehrbelastungen durch den Gewerbelärm und den planbedingten Verkehrslärm – ermittelt auf der Grundlage der aktualisierten und überprüften Verkehrsuntersuchungen sowie unter Berücksichtigung der komplexen Lärmsituation in Aligse und Röddensen – führen unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Gesamtlärmbetrachtung sowie unter Berücksichtigung der ergriffenen aktiven und passiven Schallschutzmaßnahmen nicht zu Pegelerhöhungen, die ein Planungshindernis darstellen. Gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse werden gewahrt; planbedingt ausgelöste Gesundheitsgefährdungen oder gar potenzielle Beeinträchtigungen der körperlichen Unversehrtheit werden durch entsprechende Maßnahmen verhindert.

Als Fazit kommt die Stadt Lehrte in ihrer Abwägungsentscheidung unter Berücksichtigung aller planrelevanten Belange zu dem Ergebnis, dass die Planung in der vorliegenden Form erfolgen kann.

Weitere Informationen erhalten Sie in der B-Plan-Begründung, Anlage 3, auf Seite 102 ff., Rubrik „Dokumente“, die Sie online finden unter: https://sessionnet.krz.de/lehrte/bi/vo0050.asp?__kvonr=5177

September 2018 – Prüfung des Verkehrsgegengutachtens der Firma RegioConsult

Das uns vorliegende Verkehrsgegengutachten der Firma RegioConsult Verkehrs- und Umweltmanagement Wulf Hahn & Dr. Ralf Hoppe GbR wird derzeit geprüft. Im Rahmen des B-Plan Verfahrens werden wir uns nach Prüfung auf dieser Seite zu den Inhalten des Gutachtens äußern und Sie weiterhin über den aktuellen Stand des Verfahrens informieren.

Juni 2018 – Maßstabsgetreue Visualisierungen auf dieser Seite

Aufgrund vermehrter Rückfragen zu den Visualisierungen und Zweifeln an der maßstabsgetreuen Darstellung möchten wir an dieser Stelle den aufwendigen Erstellungsprozess der Grafiken erläutern.

Für die maßstabsgetreue Erstellung der Grafiken wurde das gesamte Gelände mithilfe von Drohnenflügen fotografisch erfasst. Zuvor wurde das Gelände mit sieben Meter hohen Flaggen abgesteckt. Auf Grundlage der vorliegenden Planungsunterlagen wurde anschließend ein 3D-Modell des geplanten Zentrallagers mit sämtlichen Detailangaben wie Gebäude- und Geländeabmessungen sowie Flächenangaben digital erstellt. Mithilfe der Drohnenaufnahmen und den gespeicherten GPS-Parametern der oben erwähnten Flaggen konnte das Modell schließlich exakt und maßstabsgetreu in die vorhandene Umgebung positioniert werden.

Hier sehen Sie eine Drohnenaufnahme mit den gesetzten Flaggen-Fixpunkten (rot eingekreist):

Juni 2018 – Lärmsanierung

In Aligse sind die Bürger an vielen Stellen Lärm ausgesetzt. Diese Belastung für Aligse haben wir erkannt. Im Bebauungsplan wird der Verkehr, den unser Bauvorhaben auslösen könnte, für das Jahr 2030 hochgerechnet. Das Ergebnis lautet: Wir erhöhen maximal den Lärm um 0,30 dB (A) – dies ist nicht hörbar und nur rechnerisch zu ermitteln. Leider befinden sich heute schon Wohngebäude in einem potenziell gesundheitsgefährdenden Lärmbereich von tags 70 dB (A), nachts 60 dB (A). In diesen Bereichen schafft das Bebauungsplan-Verfahren durch die festgelegte Lärmschutzsanierung eine deutliche Verbesserung, sofern nicht anderweitig durch verkehrliche Maßnahmen eine Lärmreduzierung erreicht werden kann. Diese Verbesserung geht deutlich über einen Ausgleich der minimalen planbedingten Lärmerhöhungen hinaus und schafft damit im Ergebnis für die bereits heute vor allem durch die Bundesstraße stark betroffenen Anlieger eine zusätzliche Entlastung.

Folgendes Beispiel soll die Vorgehensweise verdeutlichen:

Ab 60 dB (A) ist nachts die potenziell gesundheitsgefährdende Grenze erreicht. Im Rahmen des Bebauungsplan-Verfahrens wurde u.a. in Aligse und Röddensen die Auswirkung der planbedingten Verkehre auf die Umgebung geprüft. Grundlage der Berechnungen der zusätzlichen Verkehrsbelastung ist nicht der Verkehr von ALDI, sondern die allgemeinen planbedingten Verkehrsmengen hochgerechnet für das Jahr 2030. Die direkt von ALDI ausgelösten Verkehre und damit die tatsächliche Lärmbelastung werden niedriger ausfallen.

So wurde beispielsweise bei einem Wohngebäude an der B 443 in Aligse ein Bestandswert in der Nacht von 62,45 dB (A) ermittelt. Dieser liegt bereits heute schon mit 2,45 dB (A) über dem Grenzwert. Die Berechnungen ergaben, dass die zusätzlichen allgemeinen Verkehre, die das Bauvorhaben auslöst, zu einer Erhöhung um 0,12 dB (A) führen können.

Auch wenn dieser Wert nicht hörbar ist und nur rechnerisch ermittelt werden kann, wird ALDI – nach weiterer Maßgabe der mit der Stadt Lehrte getroffenen Vereinbarungen – im Zuge einer Lärmsanierung für Schallschutzmaßnahmen an diesem Wohngebäude und den übrigen als betroffen ermittelten Gebäuden aufkommen. So werden die Bedingungen für gesundes Wohnen wieder erreicht. Neben der Kompensation der planbedingt ausgelösten geringfügigen Lärmerhöhung von im Beispiel 0,12 dB (A) wird durch die vorgesehenen Schallschutzmaßnahmen ein darüber hinaus gehender Beitrag für mehr Wohnruhe geleistet. Denn die Schallschutzmaßnahmen bewirken eine deutlich größere Reduzierung des in das Wohngebäude dringenden Lärms. Mit anderen Worten wird es letztlich durch die Lärmsanierung für diejenigen, die bereits heute in ihren Häusern besonders hohe Lärmpegel ertragen müssen, insgesamt leiser als heute.

Detailliertere Informationen können Sie auf der Internetseite der Stadt Lehrte einsehen oder dort direkt anfragen: www.lehrte.de

Mai 2018 – Linksabbieger Autobahnrampe der A2 von Hannover kommend

Ein Bebauungsplan-Verfahren ist ein ergebnisoffenes Verfahren, das durch die Mitwirkung der Betroffenen gestaltet werden soll. Dies ist im Falle der Autobahnanschlussstelle A2 aus Hannover kommend gelungen. Hier kann nun eine Linksabbiegerspur realisiert werden, die es ermöglicht, den Verkehr gleichmäßiger zu verteilen und somit für eine Entlastung bestimmter Teilstrecken sorgt, an deren Rändern Gewerbebetriebe oder Wohnhäuser angesiedelt sind.

Die häufigsten Fragen

Aus juristischer Sicht sind wir sicher, dass eine mit der angesprochenen Rechtsprechung vereinbarte planerische Lösung gefunden wurde , da eine gebietsübergreifende Gliederung des Plangebiets unter Berücksichtigung anderer Industriegebiete im Stadtgebiet erfolgte, die von der Rechtsprechung als ausdrücklich zulässig angesehen wird. Für uns und den Bürger ist davon unabhängig am Ende aber vor allem auch wichtig, dass alle Richtwerte an den schützenswerten Immissionsorten eingehalten werden. Dies bestätigen all unsere Schallimmissionsprognosen.

Die ALDI Nord Regionalgesellschaft in Lehrte-Sievershausen besteht bereits seit 47 Jahren. Unsere Mitarbeiter sind eng mit der Region verbunden. Der Fortbestand des Logistikzentrums im Stadtgebiet sichert und schafft dauerhaft Arbeitsplätze.

Seit 47 Jahren zahlen wir als gesundes Unternehmen Gewerbesteuer und haben in diesen Zeitraum mit einem zweistelligen Millionenbeitrag an Gewerbesteuer einen Beitrag zur guten Entwicklung der Stadt Lehrte geleistet. Aktuell befindet sich die ALDI Unternehmensgruppe in einem Modernisierungsprozess, der mit hohen Investitionen verbunden ist. Diesem Prozess unterliegt jedes Unternehmen. Wir glauben nicht, dass eine punktuelle Betrachtung der Gewerbesteuer eine große Aussagekraft hat. Vielmehr sollte die Bereitschaft, am Standort zu investieren, als ein gesundes und positives Signal verstanden werden. Unser wirtschaftliches Handeln und die aktuellen Investitionen sorgen zudem für weitere Beschäftigung – beispielsweise bei den beauftragten Dienstleistungsunternehmen, Handwerksbetrieben, Architekten und Fachplanern. Wir stärken somit zusätzlich die Region und sorgen für mehr Gewerbesteuereinnahmen.

Die ALDI Regionalgesellschaft Sievershausen ist nur Mieter des Objekts. Bauherrin und Eigentümerin ist die Immobilienverwaltungsgesellschaft der Unternehmensgruppe ALDI Nord, die ALDI Immobilienverwaltung GmbH & Co. KG. Sie kann die Kosten für den Bau des Logistikzentrums in Form von Abschreibungen geltend machen. Für die ALDI Lehrte ändert sich nichts, Sie bleibt Mieterin und entrichtet weiterhin Ihre Gewerbesteuer.

Wir sind nun seit 47 Jahren in Lehrte ansässig. Unser aktueller Standort in Sievershausen ist nicht mehr in der Lage, den heutigen Anforderungen der ALDI Lehrte gerecht zu werden. Ausreichende Erweiterungsflächen stehen nicht zur Verfügung. Unser Ziel ist es, eine sozialverträgliche Verlagerung im Raum Lehrte zu ermöglichen. Ein Bebauungsplanverfahren ist ein ergebnisoffener Prozess, der vielen Einflüssen unterliegt. Ein Vorhaben in dieser Größe bringt viele Fragestellungen mit sich. Wir haben uns von Anfang an bemüht, offen und transparent im Verfahren aufzutreten. Wir sind überzeugt, dass der Standort in Aligse geeignet ist, unseren Anforderungen gerecht zu werden und sich gleichzeitig verträglich in sein Umfeld einfügen kann. Auf die Dauer eines Verfahrens mit seinen notwendigen Prüfungen und Beteiligungen haben wir keinen Einfluss. Dies haben wir zu akzeptieren.

Als Teilnehmer des Planungsverfahrens sind wir stark in die jeweiligen Verfahrensschritte gebunden. Aktuell wurden zahlreiche und umfangreiche Stellungnahmen bearbeitet und der Bebauungsplanentwurf fortgeschrieben. Alle Einwände werden in diesem Verfahrensschritt geprüft und – falls berechtigt – natürlich berücksichtigt. Dies bedarf bei diesem Umfang Zeit. Informiert werden kann immer erst am Ende eines Verfahrensschrittes, wenn die Prüfung durch die Verwaltung und Fachplaner abgeschlossen ist. In der Regel ist dies der Fall, sobald die Unterlagen im Ratsinformationssystem der Kommune veröffentlicht worden sind.

Die ALDI Nord Regionalgesellschaft in Lehrte-Sievershausen besteht bereits seit 47 Jahren. Unsere Mitarbeiter sind eng mit der Region verbunden. Der Fortbestand des Logistikzentrums im Stadtgebiet sichert dauerhaft Arbeitsplätze.

Das Bebauungsplan-Verfahren ist ein umfangreiches, vielschichtiges und ergebnisoffenes Verfahren, das in Deutschland die Art und Weise der möglichen Bebauung von Grundstücken regelt. Auf der Webseite der Stadt Lehrte finden Sie weitere Informationen über ein Bebauungsplan-Verfahren und ein Ablaufschema, um die einzelnen Verfahrensschritte besser nachvollziehen zu können: http://www.lehrte.de/Bauen-Umwelt-Verkehr/Stadtplanung/Bauleitplanung.aspx.

Planungshoheit hat hierbei die Stadt Lehrte. Natürlich entstehen in einem so großen Verfahren auch Interessenskonflikte. Diese werden sehr sorgfältig in den vielen Verfahrensschritten behandelt und mit den Beteiligten unter Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen und vertiefenden Untersuchungen sowie der regionalen Bedürfnisse abgearbeitet. Am Ende des Prozesses müssen die Verantwortlichen der Stadt Lehrte die Ergebnisse abwägen. Keine leichte Entscheidung, wenn vielschichtige Perspektiven zu berücksichtigen sind. Auch in diesem Verfahren waren viele Aufgabenstellungen zu lösen. Dazu gehören die Bereiche Verkehr, Lärm und Umwelt sowie vor allem die Sorgen der Anwohner, die eine unmittelbare Veränderung ihrer Lebensbedingungen befürchten.

Das Verfahren, in dem die betroffenen Bürger seit Juni 2016 mitwirken konnten, hat diese Punkte behandelt. Im Ergebnis konnten viele Lösungen erreicht werden:

  • Es wurden umfangreiche Kompensationsmaßnahmen vereinbart, die wertvolle Projekte ergänzen und fördern, z.B. die natur- und kulturhistorische Bildungsstätte Naturfreundehaus Grafhorn. Auch wurden die Hinweise und Anregungen aus den Stellungnahmen aufgenommen, geprüft und oftmals berücksichtigt.
  • Die Gebäude und Zufahrtswege wurden gemeinsam so optimiert, dass sie kaum Einfluss auf das Umfeld haben. So wurde eine direkte Anbindung zur Westtangente und ein Linksabbieger für die Autobahnanschlussstelle geschaffen, der Zugangsweg ins Gewerbegebiet herausgenommen und das Gebäude mit den Toren zur wohnabgewandten Seite positioniert.
  • Es wurden Lösungen für die Reduktion der Lärmbelastung gefunden, die bestehende Probleme bei den Wohngebäuden mit Belastungsspitzen lösen. Es wurde der Wunsch nach einer Gesamtlärmbetrachtung entsprochen, sodass durch eine entsprechende schalltechnische Untersuchung eines weiteren Gutachterbüros bestätigt wurde, dass keine schädlichen Auswirkungen durch das Bauvorhaben zu befürchten sind. Es wurde aber auch bestätigt, dass die Lärmbelastung in Aligse hoch ist. Abgesehen von der Lärmsanierung, die bei stark belasteten Immissionsorten (Häuser, die sehr nah an der Straße liegen) Abhilfe schaffen kann, müssen solche Themen losgelöst von diesem Bauvorhaben in der Lärmaktionsplanung behandelt werden, um Maßnahmen zu erarbeiten und Verbesserungen zu erreichen.

Das alles ist der Verdienst der Mitwirkung und Diskussion aller Beteiligten – nur durch gemeinsame Arbeit können die Aufgabenstellungen zufriedenstellend gelöst werden.

Wir gehen von einer reinen Bauzeit von insgesamt 18 Monaten aus. Unsere erfahrenen Fachingenieure sichern eine bestmögliche Baustellenabwicklung zu.

Für die Lieferfahrzeuge sowie für die Mitarbeiter stehen auf dem Betriebsgelände ausreichend Parkflächen zur Verfügung, so dass im Ort Aligse durch unseren Betrieb kein Bedarf für Fremdparken entsteht.

Insgesamt ist bei dem geplanten Logistikzentrum mit ca. 650 Fahrten (hin und zurück) zu rechnen, davon 400 Lkw-Fahrten und 250 Pkw-Fahrten. Dieser Verkehr wird hauptsächlich über die A2 und die direkte Anbindung an die Westtangente abgewickelt. Den durchgeführten verkehrsplanerischen Untersuchungen zufolge sind im Ort Aligse über den Tag verteilt lediglich ca. 20 zusätzliche Lkw-Touren (entspricht 40 Durchfahrten) zu erwarten, sodass nicht mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen ist.

Das Logistikzentrum wird so errichtet, dass störende Emissionen (wie insbesondere Lärm) vom Ort abgewandt sind.

Die Anlieferung für das Zentrallager erfolgt auf der Westseite, die Belieferung der ALDI Filialen sowie die Anlieferung von Kühlware auf der Südseite. Hier wird das östlich gelegene Gewerbe- und Wohngebiet durch eine Lärmschutzwand geschützt. Tiefkühlware wird über einen externen Logistikdienstleister direkt in den Verkaufsstellen angeliefert.

Die Lärmemission wird im Plangebiet begrenzt (Festlegung sogenannter Lärmkontingente), damit sichergestellt wird, dass insbesondere im nächstgelegenen Wohngebiet (Kuhlkamp) die maximal zulässige Lautstärke von 55 dB(A) tagsüber und 40 dB(A) nachts durch das Planvorhaben nicht überschritten wird. Gemeinsam mit akkreditierten Ingenieuren haben wir ausgiebig geprüft, ob die vorgesehene Fläche mit entsprechenden Lärmschutzmaßnahmen für den Bau des Logistikzentrums verwendet werden kann. Dies wurde uns bestätigt.

Die Auswirkungen auf Natur und Landschaft im Zusammenhang mit dem geplanten Logistikzentrum wurden im Vorfeld umfangreich untersucht. Jeder bauliche Eingriff bringt unweigerlich Auswirkungen auf den Naturhaushalt und das Landschaftsbild mit sich. Um dies auszugleichen, wurde eine Vielzahl an Kompensationsmaßnahmen festgelegt.

Insgesamt sind Ausgleichsmaßnahmen auf einer Gesamtfläche von ca. 123.000 m² geplant. Dies entspricht in etwa 17 Fußballfeldern. Somit ist die Fläche der Ausgleichsmaßnahmen in etwa drei Mal so groß wie die Gebäudefläche des geplanten Logistikzentrums. Hinzu kommen bis zu 40.000 m² Dachbegrünung sowie die Pflanzung einer Eichenbaumreihe in einem Teilgebiet an der Straße „Zur Kreuzeiche“ in Lehrte-Aligse.

Im Folgenden werden die konkreten Ausgleichsmaßnahmen in den jeweiligen Gebieten aufgeführt:

Im Plangebiet:

  • Ca. 7.000 m² Baum- und Strauchhecke (ca. 280 großkronige Bäume (u. a. Eichen), 400 junge Laubbäume und 300 Sträucher)
  • Ca. 8.000 m² Obstwiese
  • Ca. 26.000 m² Baum-Strauchhecken, Beete, Rabatten, Straßenbegleitgrün

Außerhalb des Plangebietes:
Gemarkung Röddensen

  • Ca. 8.000 m² Eichenmischwald
  • Ca. 15.000 m² Extensivgrünland

Gemarkung Eicklingen

  • Ca. 17.000 m² Umbau zum Eichenwald

Grafhorn, Gemarkung Arpke

  • Ca. 20.000 m² Entwicklung von Sandheideflächen
  • Ca. 15.000 m² Entwicklung eines Buchen-, Eichenmischwaldes
  • Ca. 7.000 m² Streuobstwiese

Wir freuen uns, dass diese Maßnahmen in Zusammenarbeit mit der natur- und kulturhistorischen Bildungsstätte Naturfreundehaus Grafhorn umgesetzt werden können.

Das neue Logistikzentrum soll in Lehrte-Aligse auf einer Fläche von ca. 42.500 m² westlich, im Anschluss an das Gewerbegebiet „Lehrte-Nord 3“, entstehen. Für mögliche langfristige Erweiterungen des Gebäudes stehen ca. 22.000 m² zur Verfügung, um den Standort dauerhaft sichern zu können. Die Gesamtgrundstücksgröße beträgt ca. 170.000 m², wovon ca. 130.000 m² als GI-Gebiet (industrielle Fläche) für Gebäude und Außenanlagen ausgewiesen sind.

Den zugehörigen Lageplan sowie Grafiken des geplanten Logistikzentrums finden Sie weiter oben auf dieser Seite sowie in der Bildergalerie.

Sie suchen Angebote und Produkte von ALDI Nord? Klicken Sie HIER.